Referenzen

Ivonne Zuleeg
Arabian Harmony - Reitstall
"Liebe Familie Fischer, liebes Team des Versicherungsbüros, wann auch immer man bei euch anruft, man wird ausnahmslos freundlich, engagiert und kompetent beraten und bedient. Es ist immer wieder eine Freude wie unkompliziert und reibungslos Schadensfälle von euch bearbeitet und abgewickelt werden! Das aber auch zusätzlich jederzeit ein Auge auf Optimierungs- und Einsparmöglichkeiten geworfen wird, finde ich herausragend und eher ungewöhnlich für ein Versicherungsbüro. Vielen Dank auch dafür! Sowohl betrieblich als auch im privaten Versicherungsbereich empfehle ich euch gerne weiter!"
 

Studienergebnisse im Detail

Das Berufsbild des Steinmetzes

Gemäß Handwerkerordnung zählen auch folgende Tätigkeiten zum Berufsbild des Steinmetzes:

Bild: Steinweg

  •  Herstellung und Bearbeitung, Verlegung, Ansetzen und Versetzen von Werksteinen und Belegen in der Bau- und Landschaftsgestaltung – Bauhandwerk
  •  Ausführung von Restaurierungs-, Reinigungs- und Pflegearbeiten – Restaurierungen
  •  Gestaltung Ausführung von Schriften, Ornamenten und Zeichen – Zierungen
  •  Anfertigungen von Modellen und Formen
  •  Entwurf und Ausführung von handwerklichen und künstlerischen Skulpturen – Bildhauerhandwerk
     
    Das Berufsbild des Steinmetzes ist somit sehr umfangreich und versicherungstechnisch dem Baunebengewerbe zuzuordnen.

Die Grundidee

Bild: Friedhof Bayreuth

Allerdings ist die Konzentration von Steinmetzbetrieben rund um Friedhöfe augenfällig. Örtliche Recherchen ergaben, dass sich der überwiegende Anteil dieser Betriebe zumindest zu über 80% auf die Erstellung/Gestaltung von Grabmalen spezialisiert hat.

Das Fremd-Sach-Schadenpotential (Verbringen und Setzen der Grabstätte auf dem Friedhof) reduziert sich damit auf ein Maximalrisiko von ca. 10-20.000 EUR. Personenschäden sind eher analog eines Handelsbetriebes einzuschätzen.

Somit kann man für diese Betriebe nicht mehr von einer risikogerechten Kalkulationsgrundlage sprechen. Das tatsachliche Schadenpotential weicht vom aktuellen Kollektiv der Steinmetze massiv ab. Berücksichtigt man das geringere Schadenpotential, muss theoretisch eine geringere Prämie realisierbar sein. Von einem ausreichend großen Kollektiv spezialisierter Betriebe in Deutschland kann sicherlich ausgegangen werden.Die Untersuchung

Um die subjektiven Recherchen und Vermutungen zu fundieren, wurden bundesweit ca 2.000 Steinmetzbetriebe mit einem Fragebogen zur Betriebssituation angeschrieben. Der Rücklauf betrug mehr als 50 Antworten (2,5 %).

Die Auswertung kann nicht repräsentativ sein, zeigt aber deutliche Übereinstimmungen mit der subjektiven Recherche auf.

Untersuchungsergebnisse

Bild: Steinsäge 3

  •  Gut 50 % der Betriebe führt mit Umsatz 80 – 100 % tatsächlich nur Erstellung/Gestaltung von Grabmalen durch. Die weiteren Tätigkeiten des Berufsbildes finden im untergeordneten Bereich statt.
  •  Die Qualifikation der Betriebsinhaber ist zu fast 100 % Meisterbrief – davon ca 50 % mit Zusatzqualifikation Steintechniker.
  •  Die Betriebe existieren im Durchschnitt seit 1915
  •  und sind zu 100 % familiengeführt;
  •  davon haben ca 30 % die Inhaber-Nachfolge innerhalb der Familie geregelt.
  •  Über 2/3 der Betriebsgelände befindet sich in Familienbesitz.
  •  Knapp 10 % werden den Betrieb nicht weiterführen (lassen). 
  •  Die Betriebsgröße liegt regelmäßig bei 1 Inhaber, 1-2 kfm. Angestellten, 1-3 Gesellen, 0,5 Azubi, 2 Aushilfen – auf fremden Grundstücken tätig 1-3 Personen (incl. Inhaber). Subunternehmer werden in Einzelfällen eingesetzt.
  •  Umsätze bewegen sich zu 2/3 zwischen 100 bis 500 TEUR;
  •  Dies gilt auch für die Lohn-und Gehaltsummen zwischen 60 und 200 TEUR, wobei davon die Hälfte dieser 2/3 nur bei 60-80 TEUR liegt!
  •  Nur 4 Betriebe (keine 10 %) beziehen über eigenen Steinbruch, 50 % kaufen in Tranchen und/oder (80 %) ordern direkt beim Großhändler nach exakter Maßvorgabe und „konfektionieren“ (Schriften) nur noch im eigenen Betrieb, um dann zu „versetzen".

Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswirkungen für die Versicherungsbranche

Auch wenn die Umfrage nicht repräsentativ ist, sehen wir uns in der Annahme bestätigt, dass innerhalb der Branche eine Spezialisierung stattgefunden hat. Diese Spezialisierung wird aktuell von der Versicherungsbranche nicht gewürdigt – egal welche Tätigkeit der Steinmetzbetrieb tatsächlich ausführt, es wird immer nach dem Tarif für das Baunebengewerbe tarifiert.

Entwicklung des Sonderkonzeptes für Steinmetze mit überwiegender Grabmal-Erstellung

Mit den gewonnenen Informationen und weiterem Erfahrungsaustausch mit regional ansässigen Steinmetzbetrieben war es logische Konsequenz, für die Betriebe die sich überwiegend auf die Herstellung von Grabmäler spezialisiert haben, eine risikogerechte Versicherungslösung zu entwickeln.

Da die Wolfgang Fischer Versicherungsmakler GmbH seit über 20 Jahren als Versicherungsmakler für Handwerksbetriebe tätig ist, verfügen wir über die notwendigen Kontakte zu über 80 Versicherungsunternehmen. Wir haben unsere Ideen und Wissen um die Steinmetzbetriebe den am Markt relevanten Versicherungsunternehmen gespiegelt und um deren Quotierung gebeten.

Auch wenn die Steinmetzbetriebe, die über dieses Versicherungskonzept versichert werden sollen zum größten Teil eben nicht im Baunebengewerbe tätig sind, war es Voraussetzung, dass hinsichtlich der Bedingungen trotzdem eine umfassende Baunebengewerbspolice zur Verfügung steht. Denn auch wenn nur gelegentlich derartige Tätigkeiten ausgeübt werden, muss der Versicherungsschutz für diese Fälle umfassend sein.

Einige Versicherungsunternehmen konnten sich mit unseren Ideen anfreunden und entsprechende Sonderkonzepte vorschlagen. Im Ergebnis konnte ein großer deutscher Versicherer punkten, mit dem wir auch schon in den letzten 20 Jahren sehr gute Erfahrungen machen konnten. Außerdem verläuft sowohl die Vertrags- als auch die Leistungsabwicklung sehr zufrieden stellend.

Überraschende Entwicklungen für Steinmetze im Baunebengewerbe

Obwohl wir mit unserer Untersuchung das Ziel hatten, eine risikogerechte Prämie für die Betriebe zu schaffen, die sich hauptsächlich auf die Erstellung von Grabmäler spezialisiert haben, haben wir auch interessante Einblicke in die unterschiedlichen Prämien für Steinmetze im Baunebengewerbe bekommen.

Nachdem wir hier ein sehr unterschiedliches Prämienniveau feststellen konnten, haben wir bei unseren Recherchen auch immer wieder darüber verhandelt, wie die Prämien für diese Betriebe gestaltet werden können.

Nach dem sich ein weiterer großer deutscher Versicherer, der zugleich über ein sehr gutes Bedingungswerk für Bauhandwerker verfügt, sich offen für Prämiensenkungen in diesem Bereich gezeigt hat, haben wir auch hier eine Prämie realisieren können, die weit unter dem normalen Marktniveau liegt.

Somit können wir, auch für Steinmetzbetriebe die sich hauptsächlich im Baunebengewerbe beschäftigen ein Sonderkonzept anbieten das sich neben einer günstigen Prämie vorallem auch durch eine interessante Regelung zur Selbstbeteiligung auszeichnet. Die grundsätzliche Selbstbeteiligung von 250 Euro pro Schaden entfällt hier nach 3 Jahren ohne Schadenmeldung. Bei einem gemeldeten Schaden beginnt der Betrachtungszeitraum erneut mit einer Selbstbeteiligung von 250 Euro.

 

Bild: Steinkrananlage

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